Die Vergleichszahl für die USA liegt bei ca. 250 Mrd. $, wobei man Euro und Dollar nach Kaufkraft-paritäten der Einfachheit halber getrost mit 1 zu 1 umrechnen kann. In den USA ist das Spendenvolumen insgesamt also ca. 10 mal so hoch wie in Deutschland und der statistische Durschschnittsbürger dort spendet zwei bis drei mal soviel wie ein statistischer Bundesbürger.
Während die Spendenbereitschaft in Deutschland in den letzten Jahren keineswegs zugenommen hat und die Einnahmen durch die Kirchensteuer in einem gottlosen Land wie Deutschland tendenziell zurückgehen, kam es in den letzten Jahren zu einem wahren Stiftungsboom.
Die meisten Stiftungen verfügen aber über ein sehr geringes Stiftungsvermögen. Ein Stiftungsvermögen von 100.000€ hört sich gut an. Eine Verzinsung von 3% bei einer Bank erlaubt aber nur Ausgaben von 3.000 € pro Jahr. Stiftungsvermögen fließt unter diesem Gesichtspunkt gar nicht in den Spendenmarkt sondern landet auf Bankkonten. Nur der Zinsertrag fließt wirklich in den Spendenmarkt.
Tendenziell dürfte das freiwillige Spendenaufkommen durch Bundesbürger wohl eher bei 1/20 tel der Summe liegen, die Joe Average in den USA freiwillig spendet.
Quelle:
1) "Fundraising-Hndbuch"; Fundraising Akademie; Gabler Verlag; 2008
2) Timmer, Karsten: "Stiften in Deutschland. Die Ergebnisse der 'StifterStudie'"; Gütersloh 2005
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