Montag, 23. November 2015

Staatsbegräbnis für Helmut Schmidt

Das hat man in Hamburg wahrlich würdevoll hin bekommen. Ausgewählte Gäste und ruhige Reden. Alles im Rahmen dieser wunderbaren Kirche, dem Hamburger Michel.

Immer wieder wurde darauf hin gewiesen, dass Schmidt selbst das alles so geplant habe. Das hätte nicht Not getan. Hamburger sind protestantisch wohl geraten. Hier kamen Bürger, um sich von einem Wegbegleiter zu verabschieden.

Wie sehr fällt da noch heute im Kontrast das Begräbnis von Strauss in München auf. Damals setzten bayrische Polizisten Stahlhelme auf, die wahrlich an die Modelle der Wehrmacht erinnerten.

Gerade aus München wurde dann auch heute ein Fettnapf Trübsinn gen Norden geschickt. F. A. durfte in der SZ ihre Groteske eines Interviews mit Helmut Schmidt veröffentlichen. Angekündigt als eine Art politischen Testaments des Altkanzlers. Peinlich.

In Hamburg hingegen erlaubte sich die Sonne zu scheinen. Und Melodien von Bach lassen Beerdigungen doch ein wenig weniger schmerzhaft erscheinen.

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